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Henry Purcell -- 15 Fantasien LA GAMBA Freiburg Ltg.: Ekkehard Weber Sie sind gewisssermaßen Relikte der musikalischen Renaissance-Zeit, jene Fantasien für Gamben-Consort von Henry Purcell. In dem Miteinander gleichartiger Instrumente und ihrer streng polyphon-kontrapunktischen Anlage hängen diese Kompositionen einem Klangideal nach, das noch im 16. Jahrhundert die europäische Musik beherrschte. |
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Presse-Stimmen press releases ... The principal novelty of the LA GAMBA disc is the presence of an organ, which gives the pieces a warmer, less desolate sound. Some will welcome it, others hate it, but anyone who loves this music might find the approach a refreshing change of pace... Als "eine Sache für leidenschaftliche Liebhaber unter den Musikern" beschreibt der interessant zu lesende Begleittext die Fantasien von Henry Purcell. In LA GAMBA haben sie ihren Meister gefunden. Das 1985 gegründete Studenten-Ensemble, das inzwischen längst zum international renommierten Profi geworden ist, hat nichts von seiner Jugendfrische und Spontaneität verloren. Genußvoll wird der Consort-Klang ausgekostet, mit schlackenloser Perfektion und ausdrucks*-intensivem Gestus. Der Freiburger Organist Gerhard Gnann hat für die ergänzenden Orgelstücke den richtigen, angenehm unforcierten Blickwinkel. ... LA GAMBAs Einspielung klingt homogener und abgerundeter, nicht zuletzt aufgrund des weicheren Klangbilds. Vereinfacht könnte man sagen, hier werde Purcell aus dem Geist seiner eigenen Vergangenheit heraus interpretiert, aus der Tradition des Gambenconsorts, was ja vollauf legitim ist. Ein interessantes Detail bringen die Interpretationen mit der Integration eines Orgelpositivs ins Spiel, das in den letzten drei Fantasien für fünf, sechs bzw. sieben Stimmen einen Part übernimmt. So bleibt jenes durchgehende C in der Fantasie "upon one note" vom ersten bis zum letzten Takt plastisch präsent, um nicht zu sagen insistent. Ob dies nun "authentisch" ist oder nicht, bleibt angesichts des überzeugenden Ergebnisses zweitrangig... ... Any ensemble interpreting Henry Purcell's music - music as graceful, powerful and poetic as any that was ever composed - has no easy task. This is especially so in performing the fantasias, for they are imbued with the most profound sadness and poignancy _ often evoking, at least in this listener, memories of the lament of Dido. Moreover, the ensemble must look beyond these feelings and seek to express an unrivaled understanding of life they seem to contain. A tall order... Es läßt sich kaum verbergen: Bei LA GAMBA kommt der zündende Funke von oben. Ekkehard Webers Diskantspiel mit den sprudelnden Läufen, intensiv gestalteten lyrischen Stellen und ausgesprochen dezenten Verzierungen hat tatsächlich etwas Faszinierendes... gestalten die Fantasien mit der gebührenden Dramatik: Große Bögen sind hörbar, Chromatik und Dissonanzen werden ausgekostet, die Dynamik ist mitunter überwältigend... ...solchen Erscheinungen versucht das Ensemble mit verschiedenen Mitteln entgegenzuwirken. Erstens lassen seine Tempi in den "quick" und "brisk" Teilen den Worten Taten folgen. Zweimal wird die Fantasienfolge durch herrliche Orgelstücke, gespielt auf einem wunderschönen Positiv, unterbrochen... Purcells 15 Fantasien - das sind keine Beispiele seines "modernen", barocken Kompositionsstils, sondern der Rückwendung zur polyphonen Tradition der Renaissance. Einer Tradition, die auch die Späteren nicht losgelassen hat, wie zum Beispiel das Schaffen Bachs belegt. Das Ensemble LA GAMBA hat die Fantasien nun eingespielt, Stücke, die zu Unrecht als nur für Spezialisten interessant gelten. In der strengen Form entfaltet sich eine ungeahnte Melodiosität und rhythmische Vielfalt. Ergänzt wird die Aufnahme durch Orgelstücke von Orlando Gibbons und William Byrd. Für Henry Purcell ist das 1985 in Freiburg von Ekkehard Weber gegründete LA GAMBA zuständig. Zuständig?Prädestiniert, um die Auswahl von 15 Fantasien auf den mild-gedeckten Ton zu bringen, wie er wohl im 17. Jahrhundert geklungen haben mag. |
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