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"in d" für Viola da gamba Solo Christian Friedrich Daniel Schubart schrieb 1784 über die Viola da gamba: "Sie hat 6 Saiten, und ist von ausnehmender Anmuth. Die Nachtstücke lassen sich herrlich darauf vortragen; überhaupt alles was Anmuth und Zärtlichkeit athmet. Dieses Instrument erfordert viel Gefühl, und nur wenige können es so spielen, wie es seiner Natur nach behandelt werden muß. Es leidet keine starke Begleitung, denn es begleitet sich meist selber." Deshalb bieten wir Ihnen hier ein Konzert für Viola da gamba ohne Begleitung, mit Musik von Carl Friedrich Abel, einem der letzten großen Virtuosen dieses Instruments, und von Johann Sebastian Bach (Cello-Suiten Nr. 2 und Nr. 5). Letztere verändern ihren Charakter durch die Benutzung einer Viola da gamba sehr nachhaltig, gewinnen eine neue Beleuchtung und werden auf eine ganz andere Weise erlebbar. Dem Außenseiter mit dem fremden Instrument fällt zudem ein respektloser Umgang mit verkrusteten Aufführungstraditionen (keinesfalls mit dem Werk selbst) leichter, er kommt zu anderen Lösungen und anderen Lesarten bestimmter musikalischer Codes aufgrund andersartiger Erfahrungen. Dadurch verschiebt sich der Fokus auf andere Qualitäten der selben Musik - eine durchaus lohnende Auseinandersetzung (die ich seit Jahren mit den Studenten der Musikhochschule Freiburg führe). Außerdem auf dem Programm: Ein Ricercare von Domenico Gabrielli (für Cello) und eine "Division" von Christopher Simpson. Die Gambe ist nicht der Vorläufer des Violoncello, beide Instrumente existierten von Anfang an gleichzeitig. |
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